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Wirbelsäulen-Chirurgie

Das Zentrum umfasst die operativen mikrochirurgischen Techniken und die konservative Behandlung krankhafter Veränderungen der Wirbelsäule.

Wirbelsäulen-Chirurgie Das Zentrum umfasst die operativen mikrochirurgischen Techniken und die konservative Behandlung krankhafter Veränderungen der Wirbelsäule.

Das Zentrum für Wirbelsäulen-Chirurgie unter der Leitung von Dr. Ertugrul Tüylü umfasst sowohl die operativen mikrochirurgischen Techniken als auch die konservative nicht-operative Behandlung krankhafter Veränderungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Seit dem 1. März 2024 ist die stationäre Behandlung der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie als zertifiziertes Spezialzentrum der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft in das Vinzenz Pallotti Hospital (VPH) nach Bensberg gezogen. Die ambulante Behandlung mit Sprechstunden und Infiltrationen wird weiterhin im Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach (MKH) durchgeführt.

Wir therapieren Wirbelsäulenleiden ganzheitlich und individuell. Dabei behandeln wir Ihre Beschwerden behutsam und setzen zunächst auf konservative Verfahren. Sollte dennoch eine OP nötig sein, so können wir Ihnen das gesamte Spektrum der Wirbelsäulen-Chirurgie anbieten. Die Methoden reichen von Gelenkblockaden und Bandscheibenoperationen über minimal-invasive Operationen zur Erweiterung des Rückenmarkkanals bis hin zu Bandscheibenprothesen und umfangreichen Stabilisierungsoperationen der gesamten Wirbelsäule.

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Wirbelsäulenleiden defensiv behandeln

Im Laufe unseres Lebens kommt es unweigerlich zu Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule. Dieser altersabhängige Umbau der Wirbelsäule kann bereits ab dem 20. Lebensjahr beginnen. Lebensart, berufliche Belastung und mangelnde Fitness spielen eine wichtige Rolle. Etwa 85 Prozent der Menschen leiden gelegentlich unter Rückenschmerzen, 35 bis 40 Prozent davon ständig. Verschleißbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule nehmen in der Bevölkerung zu.

Unser Ziel ist es mittels genauer klinischer Untersuchung sowie bildgebender Verfahren eine exakte Diagnose zu stellen und im Anschluss eine Auswahl für das individuell beste Therapieverfahren für den Patienten einzuleiten. Hauptaugenmerk gilt dabei eine für den Patienten belastende und nur fraglich wirksame Operation zu vermeiden. Hierfür steht uns das gesamte Spektrum modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren zur Verfügung.

Ein professionelles Team ausgebildeter Schmerz- und Physiotherapeuten ergänzt unsere Behandlungen, u.a. durch krankengymnastische Übungsbehandlung, Physikalischer Therapie, Massagen sowie Chirotherapie.

Wir behandeln folgende Krankheitsbilder:

  • Akute und chronische Schmerzsyndrome;
  • Bandscheibenvorfälle,
  • Deformitäten (Skoliosen, Kyphosen),
  • Facettengelenkssyndrome,
  • Infektionen der Wirbelsäule,
  • Instabilitäten (Wirbelgleiten),
  • Kauda-Syndrom,
  • Osteochondrose ("Verschleiß"),
  • Rheumatische Wirbelsäulenerkrankungen,
  • Spinalkanal- und Neuroforamenstenosen,
  • Traumatische und osteoporotische Wirbelkörperbrüche,
  • Wirbelsäulenmetastasen und Tumoren der Wirbelsäule,
  • Zervicale Myelopathien.

Wieder fit für Alltag und Beruf!

In den orthopädischen Einrichtungen RehaFit in Bensberg und der GFO Reha Bergisch Gladbach betreuen Ärzt:innen, Therapeut:innen und Sporttherapeut:innen unsere Patienten mit orthopädischen und traumatologischen Beschwerden. Es werden orthopädische Erkrankungen, wie Rücken-, Hüft-, Knie- und Schulterleiden, aber auch Defizite nach Operationen am Bewegungsapparat und Sportverletzungen, wie zum Beispiel Zerrungen, Verstauchungen und Kreuzband-Instabilitäten behandelt.

Durch gezielte Bildwandler (CT, Röntgen) gesteuerte Injektionsblockaden sowie epiduralen Injektionen in den Spinalkanal können die Schmerzursachen nicht nur exakt lokalisiert, sondern auch beseitigt werden.

In unserer ambulanten Sprechstunde wird die Behandlung von Kindern mit Deformitäten (Skoliosen, Kyphosen) in enger Zusammenarbeit mit Orthopädie-Technikern begleitet.

In bestimmten Fällen können Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalstenosen in Schlüssellochtechnik, d.h. endoskopisch entfernt und behoben werden. Unter minimalinvasiver endoskopischer Sicht mit einer hochauflösenden Kamera können zudem effektiv Facettengelenke denerviert werden.

Durch mikrochirurgische Operationstechniken können mit kleinen Hautschnitten Bandscheibenvorfälle und Engen des Wirbelkanals gewebeschonend beseitigt werden.

Beginnende Instabilitäten können dank neuester Implantat-Entwicklungen mit minimal-invasiven Methoden behandelt werden.

Bei leicht- bis mittelgradigen Instabilitäten dienen dynamische Stabilisierungsverfahren, die über minimalinvasive Zugänge eingebracht werden, der Wiederherstellung der Stabilität unter Erhalt der Beweglichkeit.
 

Osteoporotische Wirbelbrüche, die auf konservative Therapiemaßnahmen nicht ansprechen, können minimal-invasiv durch Silikon- oder Zementinjektion aufgerichtet und stabilisiert werden.

Bei starkem Verschleiß oder höhergradigen Instabilitäten dient die Fusionsoperation der Stabilisierung der Wirbelsäule

Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliosen oder Kyphosen werden durch radiologische Analyseverfahren dreidimensional erfasst und mit modernen Korrekturmethoden aufgerichtet und stabilisiert.

Bei tumor-, fraktur- oder entzündungsbedingten Destruktionen im Bereich der Wirbelsäule werden diese korrigiert, stabilisiert und mit Wirbelkörper-Ersatzimplantaten rekonstruiert.

Bei Bandscheibenvorfällen und verschleißbedingten Bandscheibenveränderungen der Hals- und Lendenwirbelsäule können modernste Implantate die Funktion der natürlichen Bandscheibe wiederherstellen.

Chronische Schmerzen stellen für viele Menschen eine erhebliche Belastung dar und können die Lebensqualität, Mobilität und psychische Gesundheit dauerhaft beeinträchtigen. Wenn herkömmliche Therapieverfahren wie Medikamente, Physiotherapie oder operative Eingriffe keine ausreichende Schmerzlinderung erzielen, kann die Neuromodulation mittels Spinal Cord Stimulation (SCS) eine effektive und schonende Behandlungsoption darstellen.

Unser Anspruch ist es, Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen eine individuell abgestimmte, sichere und effektive Therapie anzubieten. Durch moderne Neuromodulation möchten wir nicht nur Schmerzen lindern, sondern nachhaltig die Lebensqualität, Selbstständigkeit und aktive Teilhabe am täglichen Leben verbessern.

Was versteht man unter Neuromodulation?

Neuromodulation ist ein modernes Therapiekonzept, bei dem gezielt elektrische Impulse eingesetzt werden, um die Aktivität von Nervenbahnen zu beeinflussen. Ziel ist es, krankhaft veränderte Schmerzsignale zu modulieren, ohne dabei das Nervengewebe zu schädigen. Die Spinal Cord Stimulation ist eine der am meisten etablierten und wissenschaftlich untersuchten Formen der Neuromodulation.

Bei der Spinal Cord Stimulation werden feine Elektroden in den Epiduralraum nahe dem Rückenmark eingebracht. Diese Elektroden sind mit einem Impulsgeber verbunden, der unter der Haut implantiert wird. Der Impulsgeber sendet individuell programmierbare elektrische Signale aus, die die Weiterleitung von Schmerzimpulsen zum Gehirn beeinflussen. Moderne Stimulationssysteme ermöglichen unterschiedliche Stimulationsformen, die gezielt an die Schmerzcharakteristik angepasst werden können, oft ohne spürbare Missempfindungen.

Die Spinal Cord Stimulation eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten mit:

  • chronischen neuropathischen Schmerzen
  • anhaltenden Rücken-, Bein- oder Armschmerzen
  • Failed-Back-Surgery-Syndrom (anhaltende Schmerzen nach Wirbelsäulenoperationen)
  • komplexem regionalem Schmerzsyndrom (CRPS)
  • schmerzhafte diabetische Polyneuropathie, insbesondere bei unzureichendem Ansprechen auf medikamentöse Therapien
  • bestimmten Durchblutungsstörungen oder therapieresistenten Schmerzsyndromen

Die Eignung für eine SCS-Therapie wird stets individuell im Rahmen einer umfassenden Diagnostik und interdisziplinären Bewertung geprüft.

Ein besonderer Vorteil der Spinal Cord Stimulation ist die Testphase. In einem ersten Schritt werden die Elektroden probeweise implantiert und über einen extern angebrachten Teststimulator gesteuert. Über mehrere Tage kann überprüft werden, ob eine deutliche Schmerzlinderung erreicht wird und sich der Alltag verbessert. Erst bei positivem Verlauf erfolgt die dauerhafte Implantation des Systems.

  • minimalinvasives und reversibles Verfahren
  • individuell anpassbare Schmerztherapie
  • Möglichkeit zur Reduktion von Schmerzmedikamenten
  • Verbesserung von Beweglichkeit, Schlafqualität und Leistungsfähigkeit
  • hohe Patientenzufriedenheit bei sorgfältiger Indikationsstellung

Die heute eingesetzten Stimulationssysteme sind technisch hochentwickelt, langlebig und benutzerfreundlich. Die Therapie kann jederzeit angepasst werden, um sich verändernden Bedürfnissen gerecht zu werden. Eine enge ärztliche Begleitung sowie regelmäßige Nachsorge gewährleisten eine optimale Therapieeinstellung und langfristigen Erfolg.

Chefarzt

  • Dr. Ertugrul Tüylü

    Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie
    Masterzertifikat DWG

Oberärzte

  • Dr. Resul Bulmus

    Leitender Oberarzt

    Facharzt für Neurochirurgie
    Masterzertifikat DWG

  • Priv.-Doz. Dr. Habib Bendella

    Facharzt für Neurochirurgie
    Spezielle Schmerztherapie
    Ärztlicher Leiter Neuromodulation

  • Till Otto

    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sprechstunden
(Standort MKH Bergisch Gladbach)

Wirbelsäule: Mo. und Di. von 8:00 bis 16:00 Uhr
Privatsprechstunde: Fr. von 9:00 bis 16:00 Uhr
Nach telefonischer Vereinbarung!

Notfälle jederzeit möglich! 
24 Stunden Notfallbereitschaft innerhalb der Zentralen Notaufnahme.

Kontakt Wirbelsäulen-Chirurgie

  • Fatima Abdoul Latif

    Tel. 02202 938-2600 (MKH)
    Fax 02202 938-2613 (MKH)

    Tel. 02204 41-1417 (VPH)
    Fax 02204 41-1009 (VPH)

Zertifizierungen & Auszeichnungen

Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft bescheinigt, dass unser Darmkrebszentrum die Qualitätskriterien erfüllt.

Registriernummer: FAD-Z-357/K669
Gültigkeit: bis 30.03.2029

Zum Darmkrebszentrum

Die Zertifizierungsstelle CERT iQ GmbH bescheinigt uns für den Standort Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg die erfolgreiche Zertifizierung als Wirbelsäulenspezialzentrum der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft.

Registriernummer: CERT 2022 7117
Auditdatum: 28.09.2023
Gültigkeit: bis 19.11.2027

Die Zertifizierungsstelle CERT iQ GmbH bescheinigt, dass die GFO Kliniken Rhein-Berg, Betriebsstätte Vinzenz Pallotti Hospital die Erfüllung der Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) an die Behandlung von Schwerverletzten erneut nachgewiesen hat.

Registrienummer: CERT 2021 6034
Gültigkeit: bis: 17.12.2024

Zur Fachabteilung Unfallchirurgie

Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft OnkoZert bescheinigt, dass unser Uroonkologisches Zentrum die definierten Qualitätskriterien erfüllt.

Registrienummer: FAP-Z189 U
Gültigkeit: bis 13.10.2027

Zur Fachabteilung Urologie

Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft OnkoZert bescheinigt, dass unser Nierenkrebszentrum die definierten Qualitätskriterien erfüllt.

Registrienummer: FAP-Z189N
Gültigkeit: bis 13.10.2027

Zur Fachabteilung Urologie

Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft OnkoZert bescheinigt, dass unser Prostatkrebszentrum die definierten Qualitätskriterien erfüllt.

Registrienummer: FAP-Z189
Gültigkeit: bis 13.10.2027

Zur Fachabteilung Urologie

DIE LGA InterCert bescheinigt, dass die Stroke Unit der GFO Kliniken Rhein-Berg, Betriebsstätte Marien-Krankenhaus, nach dem Qualitätsstandard der Deuschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein QM-System für eine Regionale Stroke Unit mit 7 Betten eingeführt hat und anwendet.

Registrienummer: 1 906 1301060
Gültigkeit: bis zum 28. April 2028

Zur Fachabteilung Neurologie

Durch ein Audit wurde der Nachweis erbracht, dass die Forderungen nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie erfüllt sind.

Registrienummer: 01 964 1501156
Gültigkeit: bis zum 11. Februar 2027

Zur Fachabteilung Neurologie

Die Initiative EndoCert hat der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz Pallotti Hospital mit den Hauptoperateuren Dr. Christian Piroth, Dr. Stephan Conrad-Suerhoff und Dr. Marc Felix eine besonders hohe Qualität bescheinigt.

Registriernummer: EPZ-241
Gültigkeitsdauer: 20. November 2026
Erstzertifizierung: Mai 2014 (EPZ)
Maximalversorgung: 3. September 2024

Zur Fachabteilung Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe wird bescheinigt, dass das Vinzenz Pallotti Hospital den stationären Behandlungspfad mit dem Schwerpunkt Beckenboden und Kontinenz eingeführt hat und die festgelegten Anforderungen erfüllt.

Gültigkeit: bis 19.05.2027

Zum Beckenbodenzentrum

CLARCERT und BABYFREUNDLICH, eine Initiative von WHO und UNICEF, wird bescheinigt, dass die Frauenklinik der GFO Kliniken Rhein-Berg am Standort Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg die B.E.St.-Kriterien erfüllt. Die Bindung von Eltern und Kind wird unterstützt, das Stillen und die Entwicklung der Kinder aktiv gefördert. Eine hohe Betreuungsqualität nach den internationalen Standard wird bestätigt.

Registrienummer: BFK-071
Gültigkeitsdauer: 27.05.2028

Zur Fachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe

 

Den GFO Kliniken Rhein-Berg, Standort Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach, wurde entsprechend der Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft das Zertifikat "Klinik für Diabetespatienten geeignet" zuerkannt.

Gültigkeit: bis 2.03.2026

Zum Diabeteszentrum

 

Den GFO Kliniken Rhein-Berg wird bescheinigt ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt zu haben und diese anwendet.

Registernummer: 539072 QM15
Gültigkeit: bis 10.10.2024